Enkelsohn Benedikt Elsner sorgt mit großer Begeisterung dafür, dass Heribert Blab und seine Bücher nicht in Vergessenheit geraten. Foto: Sturm
Enkelsohn Benedikt Elsner sorgt mit großer Begeisterung dafür, dass Heribert Blab und seine Bücher nicht in Vergessenheit geraten. Foto: Sturm

Rötz, 24. März 2018

 

 

Sein Enkel hält sein Werk lebendig

 

Auch nach seinem Tod 2017 laden die Bücher des bekannten Rötzer Heimatdichters Heribert Blab zum Lesen und zum Lachen ein.

 

Von Georg Strum



Rötz. „Der Heimat dienen, Geschichte und Brauchtum erhalten und lebendig werden lassen“, das hatte sich Heribert Blab zu seinen Lebzeiten vorgenommen und treffend auch realisiert. Als Heimatschriftsteller hat Blab zahlreiche Heimat- und Sachbücher, aber auch Romane, im Eigenverlag erfolgreich verlegt – und damit den Menschen viel Freude und Kurzweil geboten. Bis kurz vor seinem Tod am 17. November letzten Jahres war der gelernte Bäckermeister, dem stets seine Heimat am Herzen lag, voll Schaffensdrang – und er hatte viele Ideen.


Aus der Feder von Heribert Blab


Geplant:

Demnächst sollen nach Auskunft von Benedikt Elsner „Gedichte und Prosa aus dem Schwarzachtal“ als Sammelwerk vieler Gedichte und poetischer Werke Heribert Blabs erscheinen, außerdem ein besonderes Werk „Woast“ wo mei Hoamat is?“

Erschienen:

„Etwas zum Schmunzeln“ heißt das über 400 Seiten umfassende Werk, das derzeit angeboten wird und allerlei Humorvolles enthält: Rötzer Leit – gestern & heit!“; „Lustige G’schichtl’n und G’sangl!“ sowie „Girtlers g’sammelte Witze“.

Bestellung:

Erworben werden können die beiden neuen Werke von Heribert Blab in Rötz im Kaufhaus Reitmeier, bei Edeka Kohl, in der Bäckerei Dirscherl, in der RedBoxx in den Tankstellen Haberl und Schmidtler sowie in der TouristInfo im Fürstenkasten.



410-Seiten-Sammlung

Kurz zuvor hatte er die letzten Texte geschrieben für seine mit 410 Seiten sehr umfangreiche Sammlung von lustigen Gschichtln und Gsangln sowie Girtlers g’sammelten Witzen unter dem Titel „Zum Schmunzeln“. Dank seines Enkelsohns Benedikt Elsner konnte er noch die ersten Exemplare begutachten. Mit einem zufriedenen Lächeln über das zweifellos gelungene Werk habe er ihn, so der 24-Jährige, der ihm stets zur Seite stand, aufgefordert, „jetzt bringt’s es unter die Leit“. Diesem Wunsch kommt Benedikt Elsner neben seiner Ausbildung gerne nach.



Neben „Zum Schmunzeln“ hatte er auch den Roman „Der Seher vom Scharzachtal“ noch rechtzeitig vor seinem Tod abschließen können, der ebenfalls inzwischen im Selbstverlag aufgelegt wurde. Wer weiß denn schon, dass der bayerische Aufstand gegen die österreichischen Besatzer, die 1705 in der Sendlinger Mordweihnacht gipfelten, im Schwarzachtal seinen Anfang nahm? Heribert Blab nahm dies als Grundlage für seinen Roman. Es lohnt sich, das 250 Seiten umfassende Werk zu lesen. Erworben werden können die beiden Werke in Rötz im Kaufhaus Reitmeier, bei Edeka Kohl, in der Bäckerei Dirscherl, in der RedBoxx in den Tankstellen Haberl und Schmidtler sowie in der Touristinfo im Fürstenkasten.



Geschichte der Fasenacht

Neben den beiden Werken können auch noch Exemplare früherer Werke des Heimatschriftstellers käuflich erworben werden, gegebenenfalls werden sie nachgedruckt. Es sind dies die „Althistorische Rötzer Fasenacht“. Darin können auf über 350 Seiten viele lustige, humorvolle und interessante Ausschnitte und Beiträge sowie Einblicke in die faszinierende Welt der Rötzer Fasenacht von 1877 bis zum Jubiläumsjahr 2000 nachgelesen werden.



„Burgführer“ ist ein 35-seitiges Geheft überschrieben, das eine kurze Beschreibung mit Führung auf dem Schwarzwihrberg und die Schwarzenburg beinhaltet. Außerdem ist die Chronik der Schwarzenburg und deren einstiger Herrscher nachzulesen. In einem Roman, erschienen 2010, geht es auf über 320 Seiten um „Die Schwarzenburger“ – „...Welche Ehre es ist, mit einem Spross der tapferen Haderer zu reiten!“



Gruslige, schaurige und lustige, teils altüberlieferte, aber auch moderne Geistergeschichten – von Hexen, Drachen und feurigen Hunden – hat Heribert Blab im 2011 erschienenen, 160 Seiten umfassenden Werk „Die Geister vom Schwarzwihr“ niedergeschrieben.



Eine packende, authentische Erzählung aus dem Jahr 1895 mit historischen Schauplätzen rund um den Schwarzwihr ist der Roman „Besenginster“, den der Heimatliterat 2012 aufgelegt hat.



„Der Rote Hahn“

In der Zeit des Biedermeiers spielt die Geschichte, die das einfache Leben vor 1840 beschreibt. Skizziert im Jahreslauf beschreibt Heribert Blab den Alltag der Menschen mit ihren Sitten und Bräuchen, aber auch den Ärger und die Freude in der Kommune. Überschrieben hat er den 180 Seiten umfassenden Roman „Der Rote Hahn“.



In die Zeit, als die Lehre Martin Luthers in deutschen Landen Fuß fasste, entführt der 2014 erschienene Roman „d’Mühlwaiz“ auf 310 Seiten. Eine besondere Sammlung allerlei über den Ursprung und die Eigenheiten des ureigenen Rötzer Dialekts ist das 2014 erschienene Werk von Heribert Blab „A so a Schmaatz“. Es ist, wie der Autor einmal erklärte, auch „für jene geeignet, die des Rötzer Dialekts nicht mächtig sind oder gar hier wohnen, denn alles ist erklärt und übersetzt“.




Bestellt werden können die Bücher von Heribert Blab unter www.heribert-blab.de, heribert.blab@gmx.de oder der Telefonnummer 0177/6976322. Interessantes über die Bücher, aber auch Heribert Blab kann auf der Internetseite nachgelesen werden.

 



Heribert Blab war stets ein hervorragender Gastgeber und Unterhalter. Foto: Sturm
Heribert Blab war stets ein hervorragender Gastgeber und Unterhalter. Foto: Sturm

Rötz, 21. November 2017

 

 

Rötz trauert um echtes Original

 

Heribert Blab war begnadeter Unterhalter. Vor allem als Gastronom wurde da Girtler - wie er im Volksmund hieß - bekannt.

 

Von Georg Strum


 

RÖTZ. Rötz verlor eines seiner letzten Originale. Im Alter von 78 Jahren verstarb am letzten Donnerstag Heribert Blab. Der begnadete Unterhalter war weit über die Grenzen seiner Heimatstadt bekannt und beliebt – ob als Bäckermeister in seinem „ersten Leben“ und dann als Gastronom so mancher Lokale und zuletzt als Bergwirt auf dem Schwarzwihrberg.

Der Jubilar war ein gebürtiger Rötzer. Nach der Schule kam er als 13-Jähriger nach München und erlernte dort bei Bäckermeister Groitl das Bäcker- und Konditorenhandwerk. 1964 kehrte er in die Heimat zurück, um im Elternhaus eine Bäckerei und Konditorei zu eröffnen. Nicht genug – zur Bäckerei kam mit dem Café Bello noch ein Tagescafé. Im gleichen Jahr trat er mit Erna Kneitinger aus Oberprombach vor den Traualtar. Sie schenkte ihm zwei Söhne und eine Tochter.

Aus gesundheitlichen Gründen gab der Jubilar 1981 Bäckerei und Tagescafé auf. Mehrfach war „da Girtler“ – wie er im Volksmund hieß – seit 1969 Bergwirt – zuletzt von 2011 bis er 2016 am Berg einen Schlaganfall erlitt. Von 1981 bis 1990 bewirtschaftete er die Museumsschänke Salzfriedl in Hillstett. Als ob das nicht reichte, initiierte „der Herbert“ auf der Schwarzenburg erstmals Rittermahle, die er dann von 1993 bis 2007 in Regensburg im Apostelkeller und später wieder auf dem Rötzer Hausberg, aber auch ansonstigten bei vielen Gelegenheiten sehr erfolgreich veranstaltete – zuletzt bewirtete er viele Jahre das Kellerstüberl – und mit viel Liebe bis zu seiner schweren Erkrankung seinen Berg.

Heribert Blab war stets ein Vereinsmensch, pflegte Kultur und Brauchtum und hielt Geschichtliches aus seiner Heimat, darunter auch die Geschichte der Rötzer Fasenacht, in Büchern fest, und überlieferte sie so der Nachwelt. Für seinen Einsatz kann man ihm nur danken und ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Am Donnerstag wird Heribert Blab der Rötzer Heimaterde übergeben. Um 14.30 Uhr ist in St. Martin das Requiem, dem sich die Beerdigung anschließt. Bereits um 14 Uhr wird in St. Martin der Sterberosenkranz gebetet.

 


„A so a Schmatz“: Heribert Blab erheiterte die vielen Zuhörer im Gasthaus Sturm mit Kostproben aus seinem neuen Buch. Foto: wbx
„A so a Schmatz“: Heribert Blab erheiterte die vielen Zuhörer im Gasthaus Sturm mit Kostproben aus seinem neuen Buch. Foto: wbx

Rötz, 28. November 2014

 

 

„Wenn i her, wia d´Laät schmatz´n ...“

 

Der HobbyLiterat Heribert Blab stelle vor großem Publikum sein neuestes Buch „A so a Schmatz“ im Gasthaus Sturm vor.


 

RÖTZ. Sein neuestes Werk „A so a Schmatz“ hat der Rötzer HobbyLiterat Heribert Blab vor einer großen Zuhörerkulisse im Gasthaus Sturm vorgestellt. Keine Autorenlesung sollte es sein, sondern eine zünftige Buchvorstellung, so Blab. Schon vor Jahren habe er sich mit dem Thema „Rötzer Dialekt“ befasst. Nun ist das Werk „A so a Schmatz“ fertig. Gewidmet hat er es den Lehrern Dietmar Görgner, der sich schon einmal mit dem Rötzer Dialekt befasst hatte, und Michael Kreuzer, dem der Erhalt des Dialekts stets ein Anliegen war. Dialekt ist Siegel der Abstammung Heimat und Heimatliebe seien Begriffe, die lange schon nicht mehr den Wert haben wie früher, so Blab. Das Interesse der Jugend an historischheimatlichen Aufzeichnungen und Berichten werde immer weniger. Noch verheerender sei der Niedergang des oberpfälzischen Dialekts, insbesondere des Rötzers. „Das Siegel der Abstammung ist die Mundart“, schrieb Dietmar Görgner aus Hillstett, Herausgeber vieler heimatlicher Publikationen. Keiner brauche sich seines Dialektes wegen zu schämen, denn sonst müsste er sich seiner Heimat schämen. Bedauerlicherweise werde auch der Rötzer Dialekt mehr und mehr durch das Hochdeutsche verdrängt, „PseudoBayerisch“ und Anglizismen mischten sich hinein, stellte Blab fest. Viele Dialektwörter und mundartliche Formen gingen verloren. Sein Buch solle eine Art Dokumentation sein, damit diese Wörter nicht verloren gehen.

 

„..., na bin i dahoam“

 

Anschließend gab Blab kurze Kostproben aus seinem Werk, in dem er über Rötzer Dialektbegriffe, aber auch über die Stadtgeschichte aufklärt und so manche Rötzer Besonderheit beschreibt. Was für ihn „dahoam“ bedeutet, beschreibt er so: „Wenn i hoamzoau geih und i sech in Schwarzwihr, na bin i no lang niad dahoam. Wenn i hoamzoau geih und i sech an Kirchturm, bin i a no niad dahoam. Wenn i owa wieder her, wia d’Laät schmatz’n, na bin i dahoam.“ Viele Zuhörer nutzten die Gelegenheit, Blabs neuestes Werk zu erwerben und sich signieren zu lassen. Alfons Daschner begleitete die Autorenlesung auf der Gitarre. (wbx)

 


Heribert Blab bei einer seiner letzten Buchvorstellungen Foto: Sturm
Heribert Blab bei einer seiner letzten Buchvorstellungen Foto: Sturm

Rötz, 20. November 2014

 

 

„A so a Schmatz“ in Rötz

 

HobbyAutor Heribert Blab stellt am Montag im Gasthaus Sturm sein neues Buch vor. Darin beschäftigt er sich mit dem Dialekt.


 

RÖTZ. „A so a Schmatz“ lautet der Titel von Heribert Blabs neuestem Werk. Der HobbyAutor aus Rötz stellt dieses am Montag ab 19.30 Uhr im Gasthaus Sturm interessierten Zuhörern vor. Diesmal handelt es sich um kein geschichtliches Werk und auch keinen Roman. Blab beschäftigt sich mit der Sprache, genauer gesagt mit dem Rötzer Dialekt. Heimat und Heimatliebe sind, so der Autor in der heutigen Zeit Begriffe, die lange nicht mehr den Wert haben wie in der vergangenen Zeit. Blab bedauert, dass in der heutigen Zeit auch die uralten Dialekte, so auch der Rötzer, immer mehr durch das Hochdeutsche „PseudoBayerische“, teils vermischt mit anglizistischen Wortentlehnungen verdrängt. Um den Rötzer Dialekt, wenigstens wichtige Begriffe, der Nachwelt zu erhalten, hat er diese in einem Buch zusammengefasst, klärt auch über die Rötzer Geschichte auf und beschreibt so manche Rötzer Besonderheit. Einblicke in sein neuestes, 168 Seiten umfassendes Werk, gibt Heribert Blab bei einer zünftigen Buchvorstellung am Montag ab 19.30 Uhr bei der „StocklErna“. (st)

 


Heribert Blab ist ein großer Freund der Mundart –in seinem neuen Buch beschäftigt er sich mit dem Rötzerischen.
Heribert Blab ist ein großer Freund der Mundart –in seinem neuen Buch beschäftigt er sich mit dem Rötzerischen.

Cham, 12. September 2014

 

 

Bairisch am Schuman-Gymnasium

 

Die Deutschlehrerin Antonia Wänninger-Gierl wird ihr Schüler am Chamer Gymnasium mit einem Dialektseminar ins wissenschaftliche Arbeiten einführen.

 

Von Simone Ketterl


 

CHAM. Nein, ein Streber ist der Felix nicht. Dennoch ist der 17jährige Arnschwanger dieses Jahr auf den Schulanfang am nächsten Dienstag gespannt. Das liegt nicht nur daran, dass der Gymnasiast in die elfte Klasse kommt und seine Leistungen für die Abiturnote relevant werden, sondern vor allem an einem speziellen neuen Lehrangebot: dem WSeminar „Der Dialekt in Baiern und darüber hinaus“. Da Felix sich schon immer für Fremdsprachen interessiert hat und ihm Deutsch liegt, war es für ihn klar, dass er sich um diesen Kurs bewerben würde. Er hatte Glück und wurde aus über 50 Interessenten ausgewählt und ist nun als einer von 15 in das Seminar aufgenommen. Zusammen mit seinen Mitschülern wird er unter der Ägide von Deutschlehrerin Antonia WänningerGierl in die Grundlagen der Linguistik und insbesondere in den Teilbereich der Dialektologie eingeführt werden. Wider die graue Theorie Deutschlehrerin Antonia WänningerGierl trifft die letzten Vorbereitungen für ihr WSeminar „Der Dialekt in Baiern und darüber hinaus“, das im kommenden Schuljahr erstmalig angeboten wird.

 

Wider die graue Theorie

 

Einer der Gründe, warum Felix sich dafür entschieden hat, sind die crossmedialen Möglichkeiten, die der Themenkomplex bietet. „In den WSeminaren werden uns die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt. Weil ich nicht bloß in der Bibliothek recherchieren und arbeiten wollte, habe ich mich für das DialektSeminar entschieden. Wir werden im Zuge der Stunden die Gelegenheit haben, Dialektsprecher aufzuzeichnen oder zu filmen und diese Materialien dann auszuwerten. Das finde ich spannend. Meiner Meinung nach wird Theorie erst interessant, wenn man sieht, wie und wozu sie angewandt werden kann“, begründet er seine Wahl. Fachlehrerin Antonia WänningerGierl freut sich über die bemerkenswerte Resonanz auf ihr Seminar. Die Idee dafür habe sie vor gut einem Jahr auf einer Schulung des Dialektforums an der Uni Regensburg gehabt. Dort habe AnnaVeronika Zöller, eine Kollegin, die am KeplerGymnasium Weiden arbeitet, ein Konzept für ein vergleichbares Projekt vorgestellt. Selbstbewusst bairisch sprechen „Ich selbst stamme aus dem nördlichen Landkreis Straubing, spreche daher von Kindesbeinen an Dialekt. Während meines Referendariats in Franken habe ich versucht, mir die Mundart abzugewöhnen. Meine Seminarleiter haben damals darauf bestanden, dass wir Referendare im Unterricht ausschließlich Hochdeutsch sprechen und unsere Schüler maßregeln, sobald sie in den Dialekt wechseln“, sagt sie und ergänzt. „Das fand ich falsch – nicht nur weil es den Unterrichtsfluss stört, sondern auch weil ich davon überzeugt bin, dass meine Schüler ein positives Verhältnis zu ihrer Muttersprache entwickeln sollen – und die ist hier eben meistens Bairisch. Ich finde es daher begrüßenswert, dass sich der Stellenwert, den der Dialekt im Unterricht inzwischen hat, ein ganz anderer ist. Wir als Lehrer sind mittlerweile sogar dazu angehalten, die Jugendlichen in ihrem Bairischsprechen zu fördern.“ WänningerGierls WSeminar wird das auf unterschiedliche Art und Weise leisten. Zum einen werden den Teilnehmern die Grundlagen der Linguistik nähergebracht, zum anderen anschauliche Beispiele herangezogen. So hat die engagierte Pädagogin bereits einen Besuch des Regensburger Turmtheaters organisiert. Mit ihren Schülern wird sie dort im November dieses Jahres „Mei Fähr Lady“, ein Stück von und mit Dialektpapst Prof. Ludwig Zehetner, anschauen und im Anschluss diskutieren. Darüber hinaus hat sie zahlreiche Vorträge eingeplant – fest zugesagt hat ihr bereits Sepp Obermeier, Vorsitzender des Bundes Bairische Sprache. Inspirationen für ihre Projektarbeiten, die 15 Seiten umfassen und wissenschaftlichen Standards gerecht werden sollen, können sich die Chamer Elftklässler außerdem in Literatur, Film und Medien holen. „Den Titel und das thematische Spektrum des Seminars habe ich bewusst sehr weit gefasst. Meine Schüler sollen sich mit einer Fragestellung, die sie wirklich interessiert, auseinandersetzen. Sie dürfen beispielsweise die Sprache in Helmut Dietls „Monaco Franze“ analysieren oder die Verwendung des Bairischen in EMail und SMS Wechseln untersuchen“, erläutert WänningerGierl. „Schön fände ich auch, wenn sich jemand einen Ansprechpartner aus dem Landkreis, etwa einen Hobbydialektforscher, suchen und dessen Vorarbeiten wissenschaftlich aufbereiten würde.“

 

„A so a Schmaatz“

 

Einer, der sich dafür hervorragend eignen würde, ist Heribert Blab. Der Wirt der Schwarzwihrberghütte, unbestritten ein bajuwarisches Original, bringt Mitte Oktober wieder ein Buch zur Rötzer Mundart in den Handel. Scherzhaft heißt es auf dem Cover des im Eigenverlag erscheinenden Titels „A so a Schmaatz“ „Glab‘ts mas – fä niat grod fia G‘studierte“ und hier könnten die Schumanisten ansetzen, Blabs Sammlung von Dialektbegriffen und Anekdoten wissenschaftlich zu unterfüttern.

 


Cham, 06. September 2014

 

 

Dialekt Teil VIII - Rötz

 

Dialekt-Serie aus Cham - Heribert Blab ist ein Rötzer Original. Bei ihm muss es folgendermaßen lauten.



Heribert Blab stellte sein neues Werk „d’Mühlwaiz“ im Gasthaus Sturm vor. Foto: Sturm
Heribert Blab stellte sein neues Werk „d’Mühlwaiz“ im Gasthaus Sturm vor. Foto: Sturm

Rötz, 19. August 2014

 

 

Das Interesse an seinem Roman geweckt

 

Heribert Blab stellte vor vielen Zuhörern sein neues Werk „d`Mühlwaiz“ im Gasthaus Sturm in Rötz vor - zu viel verraten wollte er aber nicht.

 

Von Georg Sturm


 

RÖTZ. Heribert Blab bewegt die Rötzer. Dies zeigte sich wieder dieser Tage, als er zur Vorstellung seines neues Werk „d’Mühlwaiz“ einlud, auf das er sehr stolz ist. Viele Interessierte – Rötzer und Auswärtige – waren der Einladung ins Gasthaus Sturm gefolgt. In seiner Begrüßung der Interessierten und „lieben Freunde“ betonte der Hobbyliterat mit großer Überzeugung: „Ich finde, das Werk ist ganz gut geworden.“ Viel wollte Heribert Blab über den Inhalt nicht verraten, denn „ihr sollt das alles selber lesen“, gab er den Zuhörern zu verstehen. Er verriet nur so viel, dass die Geschichte über Max Schottenhammel aus Thurau, den Held des Buches, tragisch endet. Dieser starb am 22. Dezember 1589 durch das Schwert, nachdem der Tod durch den Strang misslungen war, da ihn seine Geliebte Maria Thonstein rechtzeitig vom Galgen geschnitten hatte. Handelnde Personen haben gelebt Die im Roman vorkommenden Personen hat es gegeben und auch der Rechtsfall ist in der Chronik der Stadt Rötz dokumentiert. Für den Rest der Geschichte hat Heribert Blab seine Fantasie spielen lassen. Er will den Leser in die Zeit des ausgehenden Mittelalters entführen. In die Zeit, wie es im Vorwort heißt, als die Lehre Martin Luthers in deutschen Landen Fuß fasste, die Bauern, verführt durch die Schrift Luthers „von der Freiheit eines Christenmenschen“ rebellierten und grausam niedergemetzelt wurden. In die Zeit, wo „weit hinten im Osten“ in der Seeschlacht von Lepanto die Türken vernichtend geschlagen wurden. Aber auch in eine Zeit, wo in den armseligen Städtchen, Dörfern und Weilern des Schwarzachtalberglandes die Menschen noch felsenfest an Druden, Hexen, Teufelsspuck, gequälte Seelen, Irrlichter und sonstige Geisterwesen glaubten.

 

Von den Geistern in der Thurauer Mühle hat das Buch seinen Namen „d’Mühlwaiz“ (Mühlengespenster). Max Schottenhammels unerfüllte Liebe zu Klara verbindet ihn mit der Thurauer Mühle. Als ihm seine Liebste genommen wird, folgt er der ersten sich bietenden Gelegenheit und zieht hinaus in die Welt. Das Abenteuer seines Lebens beginnt, als er drei „böhmischen Brüdern“ folgt. Sein Weg führt ihn bis nach Lepanto. Hier gerät er in türkische Gefangenschaft, aus der er erst nach Jahren entkommt. Zurück in Thurau muss er feststellen, dass sein Elternhaus nur noch eine Ruine ist. Er findet Arbeit als Knecht in der Posthalterei in Rötz und trifft auf Maria Thonstein. Beide träumen von einem gemeinsamen Leben – doch es soll anders kommen. Es ist eine Geschichte, die kein gutes Ende findet – wie es die Aktenlage vorgegeben hat. Der Leser erhält beim Lesen des mehr als 300 Seiten umfassenden Werkes geschichtliche und heimatkundliche Einblicke und Informationen. In geselliger Runde gesungen Bei der Buchvorstellung im Gasthaus Sturm geizte Heribert Blab mit weiteren Informationen. Dafür wurde in geselliger Runde zünftig gesungen. Blab nutzte aber auch die Gelegenheit, auf weitere seiner Werke hinzuweisen. Das Buch „d’Mühlwaiz“ gibt es zum Preis von 19.80 Euro bei ihm daheim oder in der Hütte am Schwarzwihrberg sowie in der Bäckerei Dirscherl, im Kaufhaus Reitmeier, im Tourismusbüro sowie bei Edeka Kohl.

 


Heribert Blab mit seinem Buch "d’Mühlwaiz"
Heribert Blab mit seinem Buch "d’Mühlwaiz"

Rötz, 08. August 2014

 

 

Heribert Blab liest aus seinem neuen Roman

 

Am Montag stellt der Hobbyliterat ab 19 Uhr im „Wirtshaus von der Stockl Erna“ sein druckfrisches Werk „d`Mühlwaiz“ und andere Werke vor.


 

RÖTZ. Neben seine Tätigkeit als Bergwirt auf dem Schwarzwihrberg liebt der 74 jährige Heribert Blab aus Rötz die Geselligkeit und das Schreiben. Schon so manches Buch hat im Verlauf der letzten Jahre im Eigenverlag herausgegeben: historisches über die Rötzer Fasenacht genauso wie geschichtliche Werke und auch Romane. Dieser Tage nun ist sein neuester Roman fertig geworden, den der „Girtler“, wie er im Rötzer Raum genannt wird, „d’Mühlwaiz“ überschrieben hat. Es ist, so schreibt der Hobbyliterat in seinem Vorwort, eine tragische Geschichte, die aus dem Jahr 1589 im Rötzer Raum handelt, eine Geschichte, die kein gutes Ende findet. Aber die Chronik, die wahre Begebenheit, zwinge dazu, die Wahrheit zu schreiben. Er handelt in der Zeit, als im Schwarzachtal die Menschen noch felsenfest an Druiden, Hexen, Teufelsspuck, Irrlichter und sonstige Geisterwesen glauben. Diese Geistererscheinungen oder Gespenster nennt man im Dialekt „waizen“. Weil dieser „Geist oder dieses Gespenst“ in der Thurauer Klostermühle umgeht, nennt der Autor sein Werk „Mühlengespenst“, also „d’Mühlwaiz“. Im Mittelpunkt steht ein Max Schottenhammel, der damals in der Stadt Rötz wegen Diebstahls zum Tode durch den Strang verurteilt worden ist. Die Hinrichtung nahm aber eine überraschende Wende. Dennoch entkommt er aber seinem Tod, diesmal durch das Schwert am 22. Dezember 1589 nicht. Es ist eine wahre Begebenheit, die Heribert Blab in seiner „bergfreien Zeit“ im letzten Winter inspiriert hat, darüber einen Roman zu schreiben. Wer mehr darüber wissen will, der kann ab sofort das Buch mit seinen über 300 Seiten zum Preis von 19.90 Euro beim Autor selbst oder in Rötz in der Bäckerei Dirscherl, im Kaufhaus Reitmeier, im Tourismusbüro und bei Edeka Kohl erwerben. Am Montag liest der Hobbyliterat ab 19 Uhr im Gasthaus Sturm in Rötz aus seinem Werk und hat dabei auch entsprechende Exemplare dieses Buches, aber auch seiner sonstigen Veröffentlichungen dabei. (st)

 



Rötz, Juni 2013

 

 

Der Maulwurfshügel (Witz)

 

Heribert 'Girtler' Blab bei der Oberpfälzer WitzeMeisterschaft beim Heimatfest in Rötz.



Heribert Blab liest aus seinem Roman "Die Schwarzenburger"
Heribert Blab liest aus seinem Roman "Die Schwarzenburger"

 

Altendorf, 25. März 2013

 

 

Tiefer Fall des tapferen Grafen


 

 

Über 375 Jahre haben die Grafen von Schwarzenburg die Geschichte ihrer Heimat rund um Rötz und Waldmünchen bestimmt. Heute zeugt nur noch die Ruine ihrer Burg auf dem sogenannten "Schwarzwihr" von dem einst mächtigen und stolzen Rittergeschlecht, das urkundlich erstmals um 1050 erwähnt, jedoch vermutlich schon im zehnten Jahrhundert in seiner Blütezeit stand.

 

Durch die Heirat des Haderich Burchhard von Schwarzenburg mit Richenza, der Witwe des Erchinbertus, Graf von Altendorf, in dieser Zeit besteht zwischen besagten Ortschaften eine historische Verbindung. Aus diesem überlieferten Stoff webte Heribert Blab seinen Roman "Die Schwarzenburger", in dem er Wahrheit und Fiktion zu einem glaubwürdigen Ganzen zusammenfügte. Bei einer Lesung stellte der Autor seinen neuesten Roman vor.

 

Eigentlich, so Heribert Blab, habe er Bäcker gelernt. Er entdeckte aber schon in seiner Lehrzeit in München die Liebe zum Schreiben. Später wieder in seiner Heimatstadt Rötz sesshaft, brachte er den Bildband "Althistorische Rötzer Fasenacht" heraus, dem die Bücher "Besenginster" , "Der rote Hahn" und "Die Geister von Schwarzwihr" folgten. Letzteres wird in der zweiten Auflage gedruckt und all seine Bücher basieren auf archivierten Tatsachen. Seit seiner Pensionierung betreibt der Autor die Gastwirtschaft auf dem Schwarzwihr-Berg. Er fand nun die Zeit, sich an diesen großen historischen Roman zu wagen.

 

Darin wird das Schicksal und der Aufstieg des ersten Grafen von Schwarzenburg erzählt. Der junge, tapfere Held Burchard von Altenthann hatte seinem König Otto I. bei der Ungarnschlacht auf dem Lechfeld zu einem glänzenden Sieg verholfen. Als Dank wird er von Otto selbst in den Nordgau entsannt und so nannte sich das Geschlecht nach der dort von ihnen erbauten Stammburg "Grafen von Schwarzenburg".

 

Blab las aus dem Buch das Kapitel, in dem die große Trauer des Burchard nach der Ermordung seiner geliebten Frau beschrieben wird. Der Held ist starr vor Gram - und wie es ein Diener beschreibt:"Ihr habt Eisen im Gesicht und Eis in den Augen, Herr, und ihr habt Schatten zum Gefährten. Glaubt ihr wirklich, dass die Herrin, die euch so geliebt hat solches will?" Diese Worte weckten den ersten leisen Willen des Helden, sich wieder dem Leben zu zuwenden. Um die Herrschaft derer von Schwarzenberg zu verstärken, wird er bald darauf gezwungen, eine Heirat mit der wohlhabenden und ebenfalls verwitweten Richenza, Gräfin von Altendorf, einzugehen. Die Hochzeit war ein großes Ereignis und das ganze Volk durfte an den Feierlichkeiten teilnehmen. Der Tag ist als Aussöhnung zwischen Bayern und Slawen in Erinnerung geblieben.

 

Heribert Blab lässt in seinem Roman die wilde und oft grausame Vergangenheit dieser Zeit rund um das Schwarzachtal lebendig auferstehen und versteht es auch, die Nöte und Entbehrungen der damaligen Bewohner spannend darzustellen. Nach der Lesung diskutierte er mit den Zuhörern über diese herrschaftliche Zeit.

 


Heribert Blab freut sich darüber, dass sein neuer Roman fertig geworden ist. Foto: wbx
Heribert Blab freut sich darüber, dass sein neuer Roman fertig geworden ist. Foto: wbx

Rötz, 24. Februar 2013

 

 

Als „Der Rote Hahn“ Rötz zerstörte

 

Heribert Blab blendet in seinem neuen Roman mit einer Liebesgeschichte in die Zeit zurück, in der von der Stadt nach einem verheerenden Feuer fast nicht mehr übrigblieb.


 

RÖTZ. In diesen Tagen ist der neueste Roman von Heribert Blab fertig geworden: „Der Rote Hahn“ heißt der Band, „Eine Stadt in Flammen“ der Untertitel. Heribert Blab beschäftigt sich in seinem jüngsten Werk mit dem großen Stadtbrand in der Stadt Rötz von 1840, der in der Stadtentwicklung eine echte Zäsur bedeutete. Grundlage seines Romans sind die Vernehmungsprotokolle der königlichen Landgerichtskommission, die fast die gesamte Bürgerschaft vernommen hatte. Die Feuersbrunst zerstörte damals die ganze Stadt, lediglich der Stadtturm, der Pfarrhof und einige Anwesen außerhalb der Stadtmauer überstanden das Feuer. Die königliche Regierung schätzte den gesamten Gebäudeschaden auf 205.097 Gulden und 50 Kreuzer. „Die wenigen, denen die höllische Gluthitze nicht das Kellergewölbe unter dem Haus zerbarst, richteten sich dort ein, hausten in Kellergängen wie die Tiere und erwarteten den kalten Winter“, heißt es im Nachtrag des Romans. Heribert Blab hat dem Geschehen die Liebesgeschichte zwischen der Zimmerertochter Barbara und dem „Kramerschuster“ Sebastian vorangestellt und dabei versucht, ein Bild der Zeit zu zeichnen. Wie es damals war im Alltag der Menschen mit ihren Bräuchen im Jahreslauf in der ostbayerischen Provinz, denn München war weit. Heribert Blab leitet das große Feuer aus Neid auf die große Liebe her. Doch der Verdacht konnte sich damals nicht erhärten. War es Brandstiftung oder Fahrlässigkeit mit offenem Licht? – Man weiß es nicht. Doch liegt der Verdacht der Brandstiftung auf Zimmermeister Daller nahe: Er hatte sich kurz vor dem Stadtbrand bei der Brandversicherungsgesellschaft „Compagnie royal“ sehr hoch versichern lassen. Das Buch ist aber nicht nur für Rötzer interessant. Heribert Blab geht auch auf die Feuersbrünste in Neunburg vorm Wald und Waldmünchen ein und gibt den Reisebericht von Josef Sedlacek wieder, der 1826 – 14 Jahre vor dem Stadtbrand – eine Reise von Pilsen nach Regensburg unternommen hatte und dabei einen wirklichkeitsnahen Eindruck der damals rückständigen, ärmlichen Städtlein und Dörfer im oberen Schwarzachtal vermittelte. In einem eigenen Register erklärt der Autor dem Leser verwendete Wörter, deren Bedeutungen sich heutzutage nicht mehr sofort jedermann erschließen.

 


Rötz, 2013

 

 

Ballade vom Ritter Prunz von Prunzelschütz

 

Schwarzwihrberghütte in der Schwarzenburg, Handyaufnahme



Rötz, 2008

 

 

Vorstellung Kalenderblätter "Rund um den Schwarzwihr"

 

Monatlich erschienen von 2008 bis 2015.


Einzeln erhältlich oder als Jahresbände.

 



Mit den monatlich erscheinenden Kalenderblättern „Rund um den Schwarzwihr“, wie Heribert Blab sie nennt, will er das Heimatgefühl, den Zusammenhalt und die Verbindung der Menschen in den Orten rund um den Rötzer Hausberg stärken. Ein Exemplar stellte er zusammen mit den Vorsitzenden der Kulturfreunde Rötz, Brigitte Gissibl und Tino Gmach im Gasthof Thamerbräu vor.

Die Liebe zur Heimat, ihrer Geschichte, ihren Traditionen, dem Drang zum Althergebrachten ist Heribert Blab’s Prämisse. Die Kalenderblätter „Rund um den Schwarzwihr“ sollen als Nachschlagwerk dienen für Familien und Heimatforscher, die sich für die Geschichte und große und kleine Begebenheiten der Heimat interessieren. Er sieht sie als Botschaft der Heimat und will damit das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen zwischen den Gemeinden rund um den Schwarzwihrberg stärken. Mit einer Bestellung der Kalenderblätter im Abonnement werden die kulturellen Aktivitäten rund um den Schwarzwihr der Kulturfreunde Rötz unterstützt.

 

Wer die Kalenderblätter monatlich beziehen möchte, wendet sich an:

Redaktion „Rund um den Schwarzwihr“, 92444 Rötz, heribert.blab@gmx.de

Monatlicher Bezugspreis: 2,50 Euro zzgl. 1,00 Euro Versand
Jahresabonnement (12 Ausgaben): 28,00 Euro zzgl. 12,00 Euro Versand

 


Irlaching, 26. November 2010

 

 

Sitzweil in Irlaching beim Schuster

 



Der Saal der Gaststätte Schuster in Irlaching war voll. Die Stimmung war riesig. Die Akteure waren einfach gut drauf, was das Musikalische anbetraf, wie die Witze und Gedichte. Erwin Mayer begrüßte die Gäste und bedauerte, dass die Schnarrndorfer Musikanten wegen Krankheit abgesagt haben. Aber man munkelt, dass Mario Mändl, genannt Supermario, den Musikanten abgesagt habe, dass mehr Freibier für ihn überbleibt. Und so schaukelte sich die Stimmung hoch.

Die Kapelle "Er, du und i", die Klardorfer Sänger, der Heimatdichter und ehemalige Hüttenwirt vom Schwarzwihrberg Heribert Blab und nicht zuletzt der Vortrag von Frau Meinelt-Möbius sorgten für große Stimmung. Der Lachmuskel wurde da sehr gereizt. Der Wirt spendierte Brotlaibe für die Musikanten, worauf sich Christian Ziegler mit den Worten bedankte:"Danke für das Brot. Oba des heits doch nird braucht. Wir warn mit an Greicherdn a scho zfriedn gwen." Oder Mario Mändl mit seinem Menschenfresserwitz, wo Vater was essbares für seinen hungrigen Sohn suchte. Die eine war zu fett, die andere zu dürr. Bis auf eine wunderschöne Blondine, die war nun wirklich zu schade zum Aufessen, dachte sich der Vater und beschloss diese nach Hause zu nehmen und stattdessen die Mutter aufzuessen. Leider kann man sich die Witze, wo einer besser war wie der andere,  nicht merken. Man muß dazu geboren sein, sich diese zu merken und richtig rüberzubringen. Dies war an diesem Abend im vollem Umfang gelungen. Von jeder Gruppe wurde immer noch eins draufgesetzt. Geschenke für besondere Leistungen, sowie ein Verlosung von 3 Preisen rundete den Abend ab.

Fazit: Wenn Publikum und Akteure zusammenpassen, so wird man mit so einem schönen Abend beschenkt.

 


Rötz, 28. Oktober 2007

 

 

Musikantensitzweil auf dem Schwarzwihr

 

 


 

Hoch hinaus wollten diesmal die Rötzer Kulturfreunde und luden am Sonntag zur Musikantensitzweil in die höchst gelegene Gaststätte der Rötzer Gemeinde ein - in die Berghütte auf dem Schwarzwihr- berg. Den schönen Herbstsonntag nutzten die meisten der Besucher zu einem Spaziergang durch den bunten Herbstwald. Vorsitzende Brigitte Gißibl informierte bei dieser Gelegenheit, dass am Sonntag, 2. Dezember die nächste und letzte Musikantensitzweil dieses Jahres stattfinden wird: in der tiefst gelegenen Gaststätte der Stadtgemeinde Rötz, in der Museumsschänke „Salzfriedlhof“ in Hillstett.

Die Begrüßung der „lieben Schwarzwihrbergfreunde“ übernahm Hüttenwirt Heribert Blab, der neben den Akteuren auch die Vorstände des Schwarzwihrbergvereins willkommen hieß, um schließlich allen „viel Spaß“ bei diesem musikalischen Nachmittag zu wünschen. Alfons und Maria Fischer mit den Enkelsöhnen Florian und Tobias starteten die Vortragsrunde, wobei sie mit ihrer Liedauswahl direkt auch den Nerv des Hüttenwirts trafen: „Das hab ich früher immer mit dem Reindl Franz (unvergessener Bergwirt, gest. 1996) gesungen”. Auch den Bergwirt hat die Muse geküsst. Immer dann, wenn er alleine war. So entstand eine Reihe von Gedichten, etwa die Reime von der „Hollerstauern“ oder seine Erinnerungen an seine Heimatstadt Rötz: „Nirgends scheint die Sonne wärmer“.

Am Ende zog er noch eine Geschichte von 1973 aus dem Ärmel. Die 115. Panzerartillerie Neunburg wollte am 4. Dezember im Batterieturm der Burg die traditionelle Barbarafeier abhalten. Seine Aufgabe war, nichts zu tun. Der Herbert hat doch was getan und das Grillfleisch nach oben zu den Offizieren getragen. Er stolperte auf der Treppe und vom Tablett fielen die schönen saftigen Steaks durch die offenen Stufen bis hinab in den Turmkeller - seit Jahrzehnten das unangefochtene Domizil von Mäusen und anderem Getier. Der Herbert hat sich hinunter gewagt, die Fleischstücke eingesammelt, oberflächlich abgestaubt und serviert. Im ganzen Turm war danach das Knirschen der Sandkörner zu hören, die zwischen die Zähne der Offiziere geraten waren.

Edith Pongratz auf dem Akkordeon, Rita Zwicknagl mit der Gitarre und Brigitte Gißibl auf der Veeh-Harfe sorgten weiter für gelebte Volksmusik und luden zum gemeinsamen Singen eines alten Rötzer Liedes ein: „s`Häuserl am Roi“. Seine schöne Stimme ließ die Hüttenbesucher aufhorchen: Anton Ullrich sen. sang vom Bayernland und der Stadt Rötz. Der Musikerrunde schlossen sich noch Helmut Janka mit dem Akkordeon und mit Gottfried Steinkirchner aus Weiding bei Cham ein weiterer Schnadahüpflsänger und Geschichtenerzähler an, der mit der „Lehrergoaß“ seine Zuhörer zum Lachen brachte. Am Ende wurde das Musikantentreffen der Rötzer Kulturfreunde zu einem schönen, gemütlichen Hüttennachmittag.

 


Rötz, 25. März 2007

 

 

Hutscha-Abend: Gute Laune im Fürstenkasten

 

 



Einen unterhaltsamen Hutscha-Abend boten die mitwirkenden Solisten und Gruppen ihren Besuchern im Fürstenkasten. Gäste kamen aus nah und fern, worüber sich die Ausrichter, die Kulturfreunde Rötz, sehr freuten.

Zweiter Vorsitzender Tino Gmach hieß sowohl die Besucher als auch die Akteure willkommen. Es handelte sich zwar um den letzten Hutscha-Abend vor der Sommerpause, doch wird es ihn noch einmal als Freiluftveranstaltung während der Sommermonate im Biergarten des Hotels Bergfried geben. Dann gab er die Bühne frei und Theo Krämer griff in die Saiten seiner Zither. Rosi und Andreas Lößl gaben Lieder zum Besten. Ehemann Andreas erzählte Witze und wetteiferte mit Heribert Blab, der auch aus seinen Aufzeichnungen der Huderln verschiedener Rötzer Leute vorlas und die Besucher zum Lachen brachte.

Das Schwarzwihrberglied gehört schon zum festen Bestandteil des Hutscha-Abends. Theo Krämer forderte die Besucher auf mitzusingen. Liedtexte waren vorbereitet. Das Ehepaar Fischer mit seinen Enkelsöhnen wirkte ebenfalls zur Freude der Besucher mit, genauso wie Anton Ullrich, der verschiedene Lieder zum Besten gab.

G’stanzln sang Franz Wittmann und beleuchtete dabei die eine oder andere Situation, auch auf politischer Ebene. Flori und Sepp Haberls Gesang wurde von Theo Krämer begleitet und Sepp Haberl würzte ihren Auftritt mit Witzen und Geschichten.

G’stanzln sangen auch die Vorsitzende der Kulturfreunde Rötz Brigitte Gißibl und Heribert Blab, die von Alfons Daschner begleitet wurden. Es wurden alte Lieder, die Ohrwürmer waren, präsentiert und die Besucher zum Mitsingen animiert. Rundherum wurde der letzte Hutscha-Abend vor der Sommerpause zu einem kurzweiligen Abend, der wieder einmal viel zu schnell verging.

 


Rötz, 28. Januar 2007

 

 

Hutscha-Abend im Zeichen der Fasenacht

 


 
Zum mittlerweile 3. Hutscha-Abend luden die Rötzer Kulturfreunde am Sonntag, 28.01.2007 ein. Diesmal versammelten sich die treuen Freunde von Volksmusik und Brauchtumsgeschichten im Gasthof Thamerbräu in Rötz. Dort hieß sie Tino Gmach willkommen und stellte die Interpreten vor: Theo Krämer an der Zither, Alfons Fischer mit seinen Enkeln am Akkordeon, sowie Heribert Blab.

Später gesellte sich auch Anton Ullrich, sen. hinzu und fand ein aufmerksam lauschendes Publikum, dass an seiner schönen und kräftigen Stimme Gefallen fand. Sein Repertoire umfasste Lieder über die einstige Heimat Böhmen, über's Rötzer Stadl und schließlich auch das Schwarzwihrberglied. Mit einem Landler eröffnete Alfons Fischer den Reigen der Interpreten an diesem Abend, der so Tino Gmach, auch ein wenig im Zeichen der Fasenacht stehen sollte.

Bei den Liedern blieb es bei Liedgut aus längst vergangenen Jahren, dafür sorgte Heribert Blab mit seinen Geschichten aus seinen Aufzeichnungen über die althistorische Rötzer Fasenacht. Für Erheiterung in der Gaststube, zumal der in seinem ersten Vortrag vorkommende Fehlner Max höchstselbst anwesend war: ihm passierte einst, im Jahre 1986, als routiniertem Nikolaus bei der Reservistenkameradschaft ein Malheur.

Auch von seinem Rittermahlerfahrungen wusste der „Girtler“ zu berichten. Eines Tages hätten sie beinahe den Turm abgefackelt während sich Sänger „Schwartehals“ vor dem Turm in Sicherheit brachte, duckten sich Heribert, Honso und die Gäste unter Mauernischen, bis sich der Josef todesmutig auf die in Flammen stehende Lampe stürzte und sie aus den Turm warf. Seitdem geistert es im Turm nicht mehr. Der Hutscha-Abend hatte ein offenes Ende. Auch als der Hut die Runde machte war bei vielen der Gäste der Hunger nach alten Liedern längst noch nicht gestillt.

 


Rötz, 03. Dezember 2006

 

 

„Hutscha-Leut“ waren begeistert

 



Musik und Gesang gewürzt mit Geschichten standen beim zweiten Hutscha-Abend am 03.12.2006 im Landgasthof Henghuber in Grassersdorf im Mittelpunkt. Der zweite Hutscha-Abend, von den Rötzer Kulturfreunden veranstaltet, war wieder mit Erfolg gekrönt. Der stellvertretende Vorsitzende Tino Gmach hieß die zahlreichen Besucher willkommen und gab die Bühne frei für die Akteure.

Die Familie Fischer aus Voitsried begeisterte die Zuhörer, vor allem die beiden Buben  Florian und Tobias sangen sich in die Herzen der „Hutscha-Leut“. Mit zarter Musik von Rita Zwicknagl auf der Gitarre und Brigitte Gißibl auf der Veeh-Harfe wurde der Abend verschönt, genauso wie von den beiden Sängerinnen Helga Spießl und Elisabeth Zeiser. Theo Krämer ließ wieder die Saiten der Zither erklingen und so manches längst vergessene Lied holte er wieder in Erinnerung.

So wie es zum Hutscha-Abend gehört, wurden auch Geschichten, besinnliche und lustige, von Heribert Blab, Anneliese Ketterl und Josef Heimerl erzählt. Der Abend bot den vielen Besuchern die Gelegenheit abzuschalten und den Ohrenschmaus zu genießen. Ganz still wurde es, als Anton Ullrich, sen. ein Lied über die Heimat anstimmte und von Rötz, „dem schönsten Städtchen dieser Welt“ sang. Mit großem Beifall wurde den Sängerinnen,  Sängern und Musikanten gedankt. Den nunmehr beiden erfolgreichen Treffen sollen im nächsten Jahr weitere in loser Reihenfolge folgen.

 


Rötz, 29. Oktober 2006

 

 

1. Hutscha-Abend war ein voller Erfolg

 


 

 

Am Sonntag, den 29. Oktober 2006 fand der 1. Hutscha-Abend der Kulturfreunde Rötz im Gasthaus Sturm (Stockl) statt. Die Gaststube war innerhalb kurzer Zeit bis auf den letzten Platz voll. Nachdem der 2. Vorsitzende Tino Gmach alle begrüßt hatte, spielte Theo Krämer auf seiner Zither auf.

Ganz professionell sangen Tobias und Florian vom „Bibi-Hendl“. Begleitet wurden Sie dabei von Opa Alfons Fischer. Zwischendurch erzählte Heribert Blab - besser bekannt als „Girtler“ - seine Gedichte und Geschichten. Viele Lachtränen flossen als er von der Barbarafeier im Batterieturm erzählte oder von der „Schafhammelaffäre“.  Seine Erzählungen handelten von seiner Zeit als Bergwirt auf dem Schwarzwihrberg. Es gibt aber auch eine besinnliche Seite beim „Girtler“. Bei seinem wunderschönen Gedicht „s’Herbstln fangt’s o“ war es mucks- mäuschenstill im Saal.

So langsam kam Stimmung auf. Die Gäste begannen mitzusingen und Sepp Haberl und Franz Christoph erzählten zwischen den Liedern Witze und Geschichten. Auf Wunsch des Publikums sang dann Anton Ullrich, sen. ein böhmisches Volkslied und beim „Fensterstock Hias“ stimmte dann das ganze Publikum mit ein.

Nun riss es auch die Wirtin Erna Sturm mit. Mit glockenheller Stimme begleitete Sie Theo Krämer und Alfons Fischer.  Rita Zwicknagl sang zum Abschluss, begleitet von Theo Krämer, das Lieblingslied ihrer Mutter „Kimmt schöi hoamli die Nacht“. Alle waren sich einig, dass der 1. Hutscha-Abend der Rötzer Kulturfreunde ein voller Erfolg war und dies unbedingt wiederholt werden müsste. Brigitte Gißibl - die 1. Vorsitzende der Kulturfreunde Rötz - versprach: “Darauf braucht niemand lange zu warten!”

 

 


Rötz, 11. September 2006

 

 

Der „Retzer Stamm“: robust und stur

 

Eine nicht ganz ernst zu nehmende Sichtweise des „Girtler Herbert“ zur Rötzer „Weltgeschichte“.


Humorvolle Gedanken zur Rötzer Entstehungsgeschichte von Heribert Blab.

 


 

Liebe Leut, lasst euch berichten,

 

von der Stadt Retz und ihren G´schichten.

 

Vor Urzeiten es schon begann,

 

entwickelt sich der „Retzer Stamm!“

 

Einst hausten wir, ja glaubt es mir,

 

an den Hängen des Schwarzwihr.

 

Robust und stur, ein wilder Stamm,

 

Homo-Erektus, hieß der Mann.

 

Dann zogen sie und das sehr bald,

 

hinunter in das schöne Tal,

 

wo sich die Schwarzach lieblich windet,

 

und Auerochs und Hirschlein findet.

 

Dort hausten sie in Saus und Braus,

 

schauten manchmal zum Himmel auf,

 

und dankten so für alles schöne,

 

ihrem Gott als Wodans Söhne.

 

Sie holten sich, kann´s anders sein,

 

die schönsten Weiber aus dem Beim (Böhmen).

 

Und liebten diese Tag und Nacht,

 

bis alles aus den Nähten kracht.

 

Sie haben eine Stadt errichtet,

 

eine Stadtmauer herum geschlichtet,

 

und nannten diese, „Manner red´s!“,

 

schlicht und prosaisch, „Unser Retz!“

 

Jedoch, es kam der Zeiten Wende,

 

der Rötzer Freiheit ging zu Ende.

 

Auf dem Gipfel des Schwarzwihr,

 

eine Burg, denn „Mir san mir!“

 

Die „Schwarzenburger“, so sie genannt,

 

beherrschten nun Retz und s´ganze Land.

 

Auf diese folgten, es wurd no schlechter,

 

noch viele stolze Ritter G´schlechter,

 

die den Rötzer Untertanen,

 

das letzte Hemd vom Arsche nahmen.

 

Schweigen wir von Hintschick Pflug,

 

auch der bekam niemals genug.

 

Die Rötzer sich nach Freiheit sehnten,

 

jedoch, sie zahlten ihren Zehnten.

 

Leibeigne Bauern, welch ein Fluch,

 

das schon allein beweist der Spruch:

 

„Der Bauer ist an Ochsen statt,

 

nur dass er keine Hörner hat!“

 

Aus Böhmen kam dann auch noch einer,

 

sie nannten ihn den Guttensteiner.

 

Den drückten damals viele Schulden,

 

die Rötzer zahlten kaum mehr Gulden.

 

 



Seit jeher widerspenstig, stur,

 

von untertänig keine Spur,

 

so dass der stolze Rittersmann,

 

zum bösen Raubritter verkam.

 

Auch diese Zeit, sie ging vorüber,

 

aus den Rötzern wurden Bürger.

 

Handel und Wandel blühten jetzt,

 

schön war´s zu Leben, damals in Retz.

 

Markttage und Großviehmarkt,

 

machten bekannt die Retzer Stadt.

 

Dazu dreißig Wirtshäuser, des lasst sich hörn,

 

denn sauffa, des tuan d´Retza gern!

 

Nicht immer gab es schöne Tage,

 

es gab auch schwere Schicksalsplage,

 

Kriegsfurie, Hunger, dazu die Pest,

 

wüteten, so auch in Rötz,

 

Feuersbrünste, riesengroß,

 

vernichten Stadt, Haus und Hof,

 

bringen den Bürgern große Not.

 

So mancher dabei den Tod gefund´n,

 

doch meistens hab´n d´Rötzer selber ozund´n.

 

Selbst damals in der Hitlerzeit,

 

schrie mancher Retzer freudig „Heil!“

 

Bis nach dem großen schrecklich Krieg,

 

die Zeit auf einmal stehen blieb.

 

Viel Stadträt und viel Bürgermeister,

 

brachten die Stadt – kein bischen weiter.

 

Alle brav, fast wie die Schafe,

 

hielten die Stadt im Dornröschen-Schlafe.

 

Bis einer kam, ihn kennt ein jeder,

 

aus Schatzendorf, der Ludwig Reger,

 

der muckt sich auf, wie weiland einer,

 

den man genannt, den Guttensteiner.

 

Wie der, der einst tat Bürger knechten,

 

meint Reger Luck, die sollen blechen.

 

Die Rötzer Bürger alle stöhnen,

 

wie einst zu Mittelalters Frönen.

 

So schließt sich nun, wie jeder weiß,

 

der Geschichte großer Kreis.

 

Wir Rötzer mussten schon viel ertragen,

 

wir fürchten keine neuen Plagen,

 

denn die Parole lautet jetzt:

 

„Aufwärts geht´s, bei uns in Retz!“

 

Zum Schluss verkünd´ ich – welch ein Glück,

 

Retz ist und bleibt – „a Republik!!“